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Ladungssicherung – Vermeiden Sie Ordnungswiderigkeiten und Straftaten

Wer Waren und Produkte mit einem LKW, per Eisenbahn, in der Luft oder im Schiffsverkehr verschickt, muss darauf achten, dass die versandten Waren und Produkte ordnungsgemäß gesichert sind. Zur Einhaltung der Auflage hat der deutsche Gesetzgeber Regeln geschaffen, die in dem Verstoß – abhängig von der Schwere der Tat – eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat sehen. Möchten Sie vermeiden, dafür belangt zu werden, sollten Sie die folgenden rechtlichen Grundlagen kennen:

Paragraphen

Ordnungswidrigkeiten, die sich auf die Ladungssicherung beziehen

Zu den Ordnungswidrigkeiten, die im Zusammenhang mit der vorschriftsmäßigen Sicherung einer Frachtladung stehen, zählt der neue Bußgeldkatalog, der seit Anfang des Jahres 2020 in Kraft ist.

Nach § 22 Straßenverkehrsordnung darf die Ladung während der Fahrt weder verrutschen noch von dem Transportmittel herabfallen. Der Fahrer, der Halter und der Verlader sind gleichermaßen in der Pflicht. Lärm, der im Zusammenhang mit dem Verladen steht, sollte vermieden werden.

In dem neuen Bußgeldkatalog sind u.a. die folgenden Strafen für eine unsachgemäße Sicherung der Fracht vorgesehen:

  • Mit zehn Euro wird derjenige belegt, der vermeidbaren Lärm bei der Ladung nicht verhindert.
  • Ragt die Ladung über das Fahrzeug bis zu drei Meter hinaus, wird ein Bußgeld von 20 Euro fällig.

Sichern Sie Ihre Ladung also ordnungsgemäß mit z.B. folgenden Hilfsmitteln:

  • Zurrgurt
  • Anschlagketten
  • Antirutschmatte
  • Rammpuffer
Transporter

Die Ladung muss rutsch- und kippfest gesichert sein

So beugen Sie unnötigen Bußgeldern vor, fahren sicher von A nach B und kommen auch nicht in zeitliche Schwierigkeiten. Weitere Empfehlungen rund um das Thema Ladungssicherungen, finden Sie auch auf dieser Seite: https://hebetechnik-experte.de/ladungssicherungen/

Wann liegt eine Straftat vor?

Kommt durch die Fahrlässigkeit eines Menschen eine andere Person zu Tode, sieht § 222 Strafgesetzbuch (StGB) den Tatbestand der Fahrlässigkeit als erfüllt an.

Grobe Fahrlässigkeit wird vom Gesetzgeber unterstellt, wenn eine Frachtladung nicht ordnungsgemäß gesichert ist. Deshalb muss sich jede Person, die mit der Sicherung der Fracht betraut ist (z.B. ein LKW-Fahrer) davon überzeugen, dass seine Fracht ausreichend gesichert ist. Als Strafmaß sieht § 222 StGB eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Die fahrlässige Verletzung eines anderen Menschen kann eine strafrechtliche Ahndung nach sich ziehen. § 229 StGB regelt die fahrlässige Körperverletzung. Das Strafmaß für eine fahrlässige Körperverletzung, die nicht zum Tod einer dritten Person führt, liegt bei einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe.

Im § 303 StGB ist der Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllt. Dies bezieht sich auf die Waren, die gesichert werden sollen. Wird die Ladung zerstört, weil die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert war, kann der Verursacher mit einer Haftstrafe von zwei Jahren oder einer Geldstrafe belegt werden.

Nach § 315b StGB kann ein gefährlicher Eingriff in dem Straßenverkehr gesehen werden, wenn ein Fahrer seine Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert hat. Auch hier muss der Täter mit einer mehrjährigen Haftstrafe oder einer Geldstrafe rechnen.

 

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Vorsorgliche Investitionen in der Betriebswirtschaft

Jede Investition muss sich betriebswirtschaftlich rechnen. Wird in Vorsichts– und Präventivmaßnahmen investiert, macht sich das später bezahlt. Rammschutzpoller befinden sich an neuralgischen Punkten auf dem Betriebsgelände. Das sind all jene Bereiche, an den tägliche viele Fahrzeuge oder Arbeitsgeräte vorbeifahren. Meistens sind das auch Manövrierbereiche, wo viel be- und entladen wird. Also alles Bereiche, die starken Belastungen ausgesetzt sind. Natürlich können an diesen Punkten auch jede Menge Unfälle passieren. Diese Poller schützen davor. Rammschutzbügel erfüllen mehr oder weniger dieselbe Aufgabe, befinden sich aber mehr in Bodennähe und sind gebogen. Beide Maßnahmen sind schwarz-gelb gefärbt, um besser sichtbar zu sein und sind aus robustem Stahl gefertigt.

Warum sollten betriebswirtschaftliche Vorsorgeinvestitionen eingeplant werden?

Alle Investitionen, die vorausschauend geplant wurden, fallen in diese Kategorie. Sei es jetzt ein Schutzpoller, eine Absperrung oder auch ein Schulungskurs für den Betriebselektriker, all das spart dem Betrieb langfristig Kosten. Sogar die Schulung einer Ersatzkraft oder einer befähigten Person nach DGUV V3 spart dem Unternehmen Kosten. Wenn der Betrieb selbst über keine Fachkraft für gesetzliche regelmäßige Prüfungen verfügt, muss er einen externen Fachbetrieb damit beauftragen. Das ist meistens weitaus kostenintensiver als eine eigene interne Fachkraft auszubilden. Muss eine Kraft zwei Urlaubsvertretungen übernehmen, erhöht das das Gefahrenpotenzial. Besser ist es, vorausschauend zu planen und eine zusätzliche Kraft einzustellen oder auszubilden. Langfristig rechnet es sich, bereits betriebszugehörige Mitarbeiter höher zu qualifizieren. Sie kennen den Betrieb bereits. Dadurch erhöht sich die Arbeitsqualität und das bringt wiederum mehr Aufträge.

In welchen gewerblichen Bereichen kommen Poller und Bügel besonders zum Einsatz?

Neben jeglichem Betriebsgelände kommen diese Absperrungen und Schutzvorrichtungen vor allem bei der Bahn, am Hafen oder am Flughafen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um sehr exponierte Bereiche, die viel angefahren werden und wo naturgemäß immer viel Verkehr herrscht. Rot- und Gel-Schwarz-Färbung wird auch hier verwendet, da sie sich gut vom Grau des Betons abhebt. Darüber hinaus sollte gerade am Hafen der Nebel als Gefahrenquelle nicht unterschätzt werden. Betriebsfahrzeuge in diesen gewerblichen Bereichen sind besonders kostspielig. Daher rechnen sich gerade hier die Investitionen besonders rasch.

Fazit

Betriebswirtschaftlich sollten Investitionen für Schutzmaßnahmen immer eingeplant werden. Steuerlich können diese Kosten ebenfalls abgesetzt werden. Das reduziert die Ausgaben nochmals um einiges. Diese amortisieren sich spätestens nach einem halben Jahr. In Gewerbe mit höherem Gefahrenpotenzial sogar schon nach drei Monaten. Im Hafenbereich werden sogar manche Schutzmaßnahmen von der Hafenmeisterei gefördert. Dasselbe gilt für den Bahn- und den Flugbetrieb. Da es sich hier um öffentliche Bereiche handelt, tragen Bund und Land oft teilweise die Kosten mit. Somit spart sich das Unternehmen noch zusätzlich Kosten. Betriebswirtschaftliche Investitionen in Schutzmaßnahmen erhöhe darüber hinaus die Gewinne.